Die anhaltenden Einschränkungen im Zuge von Stuttgart 21 gefährden nach Einschätzung von Stadt- und Regionalrat Philip Köngeter die Entwicklung moderner Mobilitätsangebote im ländlichen Raum. Besonders deutlich werde dies am Beispiel der vom Land Baden-Württemberg geförderten Regiobuslinie 263 zwischen Welzheim und Schorndorf im Gebiet des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart.
Die Linie verbindet Welzheim in der Hauptverkehrszeit im 15-Minuten-Takt mit Schorndorf und stellt dort den Anschluss an die S-Bahn Richtung Stuttgart her. „Dieses Angebot ist verkehrspolitisch sinnvoll und ein echter Qualitätssprung für unsere Region“, erklärt Köngeter. „Doch es kann seine Wirkung nur entfalten, wenn die gesamte Mobilitätskette zuverlässig funktioniert.“
Genau hier liege das Problem. Der Anschluss in Schorndorf wechsle immer wieder zwischen regulärem Betrieb, S-Bahn-Notbetrieb und Schienenersatzverkehr. Für Pendlerinnen und Pendler bedeute das permanente Unsicherheit. „Wer nicht weiß, ob der Zug fährt, verspätet ist oder durch Busse ersetzt wird, steigt nicht dauerhaft um“, so Köngeter.
Das Potenzial der Strecke von Welzheim nach Schorndorf könne sich über Jahre nur dann entfalten, wenn Stabilität gewährleistet sei. Fahrgastzahlen entwickelten sich langfristig durch Vertrauen in Verlässlichkeit. „Wenn die Rahmenbedingungen ständig wechseln, wird dieses Wachstum im Keim erstickt. Am Ende droht die Fehlinterpretation, die Linie werde nicht ausreichend genutzt, obwohl in Wahrheit die instabile Schienenanbindung das Problem ist.“
Köngeter bringt deshalb einen klaren und weitergehenden Vorschlag ein. Um realistisch bewerten zu können, welches Potenzial die Strecke tatsächlich hat, müsse der Anschluss Richtung Stuttgart stabil und durchgängig organisiert werden. Der S-Bahn-Verkehr sollte zumindest testweise verlässlich bis mindestens Bad Cannstatt durchgebunden oder in vergleichbarer Qualität abgesichert werden. Nur mit einer konstanten und planbaren Anbindung lasse sich erkennen, wie viele Menschen dauerhaft bereit sind, vom Auto auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen.
Konkret bedeutet das aus seiner Sicht, dass der Regiobus faktisch dauerhaft bis Bad Cannstatt durchfahren müsste, anstatt in Schorndorf zu enden. Diese Direktanbindung sollte so lange gelten, bis die Regiobuslinie einer fundierten und belastbaren Prüfung unterzogen wurde oder die S-Bahn ihren Betrieb nach Abschluss der Bau- und Sanierungsmaßnahmen wieder vollständig stabil aufgenommen hat. Nur unter realen und verlässlichen Bedingungen könne seriös beurteilt werden, welches tatsächliche Nachfragepotenzial die Verbindung aus dem ländlichen Raum wirklich entfalten kann.
Abschließend betont Köngeter, dass Mobilität im ländlichen Raum in Zukunft genauso zuverlässig und leistungsfähig funktionieren müsse wie in der Landeshauptstadt. Bei allen weiteren Bauphasen und Verzögerungen rund um Stuttgart 21 müsse berücksichtigt werden, dass jede Baustelle und jede Terminverschiebung unmittelbare Auswirkungen auf angrenzende Regionen und auf Projekte wie Regiobuslinien habe. „Großprojekte dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Wer in Stuttgart plant, muss immer auch die Folgen für den ländlichen Raum mitdenken.“
Die anhaltenden Einschränkungen im Zuge von Stuttgart 21 gefährden nach Einschätzung von Stadt- und Regionalrat Philip Köngeter die Entwicklung moderner Mobilitätsangebote im ländlichen Raum. Besonders deutlich werde dies am Beispiel der vom Land Baden-Württemberg geförderten Regiobuslinie 263 zwischen Welzheim und Schorndorf im Gebiet des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart.
Die Linie verbindet Welzheim in der Hauptverkehrszeit im 15-Minuten-Takt mit Schorndorf und stellt dort den Anschluss an die S-Bahn Richtung Stuttgart her. „Dieses Angebot ist verkehrspolitisch sinnvoll und ein echter Qualitätssprung für unsere Region“, erklärt Köngeter. „Doch es kann seine Wirkung nur entfalten, wenn die gesamte Mobilitätskette zuverlässig funktioniert.“
Genau hier liege das Problem. Der Anschluss in Schorndorf wechsle immer wieder zwischen regulärem Betrieb, S-Bahn-Notbetrieb und Schienenersatzverkehr. Für Pendlerinnen und Pendler bedeute das permanente Unsicherheit. „Wer nicht weiß, ob der Zug fährt, verspätet ist oder durch Busse ersetzt wird, steigt nicht dauerhaft um“, so Köngeter.
Das Potenzial der Strecke von Welzheim nach Schorndorf könne sich über Jahre nur dann entfalten, wenn Stabilität gewährleistet sei. Fahrgastzahlen entwickelten sich langfristig durch Vertrauen in Verlässlichkeit. „Wenn die Rahmenbedingungen ständig wechseln, wird dieses Wachstum im Keim erstickt. Am Ende droht die Fehlinterpretation, die Linie werde nicht ausreichend genutzt, obwohl in Wahrheit die instabile Schienenanbindung das Problem ist.“
Köngeter bringt deshalb einen klaren und weitergehenden Vorschlag ein. Um realistisch bewerten zu können, welches Potenzial die Strecke tatsächlich hat, müsse der Anschluss Richtung Stuttgart stabil und durchgängig organisiert werden. Der S-Bahn-Verkehr sollte zumindest testweise verlässlich bis mindestens Bad Cannstatt durchgebunden oder in vergleichbarer Qualität abgesichert werden. Nur mit einer konstanten und planbaren Anbindung lasse sich erkennen, wie viele Menschen dauerhaft bereit sind, vom Auto auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen.
Konkret bedeutet das aus seiner Sicht, dass der Regiobus faktisch dauerhaft bis Bad Cannstatt durchfahren müsste, anstatt in Schorndorf zu enden. Diese Direktanbindung sollte so lange gelten, bis die Regiobuslinie einer fundierten und belastbaren Prüfung unterzogen wurde oder die S-Bahn ihren Betrieb nach Abschluss der Bau- und Sanierungsmaßnahmen wieder vollständig stabil aufgenommen hat. Nur unter realen und verlässlichen Bedingungen könne seriös beurteilt werden, welches tatsächliche Nachfragepotenzial die Verbindung aus dem ländlichen Raum wirklich entfalten kann.
Abschließend betont Köngeter, dass Mobilität im ländlichen Raum in Zukunft genauso zuverlässig und leistungsfähig funktionieren müsse wie in der Landeshauptstadt. Bei allen weiteren Bauphasen und Verzögerungen rund um Stuttgart 21 müsse berücksichtigt werden, dass jede Baustelle und jede Terminverschiebung unmittelbare Auswirkungen auf angrenzende Regionen und auf Projekte wie Regiobuslinien habe. „Großprojekte dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Wer in Stuttgart plant, muss immer auch die Folgen für den ländlichen Raum mitdenken.“